Sammlung Herdringen (Bibliotheca Fürstenbergiana)

Die Musikaliensammlung der Freiherren von Fürstenberg wurde im 18. Jahrhundert auf Schloss Herdringen angelegt und umfasst Musikhandschriften und Musikdrucke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert . Diese vom Umfang her eher kleine Sammlung wird heute mit den anderen Archivalien des Hauses Fürstenberg in der Herdringer Zentralverwaltung aufbewahrt. Ihr Zustandekommen steht im Zusammenhang mit den literarischen Neigungen Clemens Lothars, Reichsfreiherrn von Fürstenberg (1725–1791), der eine umfassende Bibliothek verschiedener Sachgebiete, die sogen. Bibliotheca Fürstenbergiana, begründet und aufgebaut hat. Wie ein im Juli 1752 begonnener handschriftlicher Katalog zeigt, interessierten ihn auch zeitgenössische Schriften zur Musik, insbesondere über Musiktheorie und Musikästhetik. Diese Bücher gehören heute jedoch nicht zum Bestand der Herdringer Notensammlung. Clemens Lothars großes Interesse für theoretische Ãœberlegungen zur Musik war vielleicht gerade der Grund, seine Bibliothek mit Musikdrucken geistlicher und weltlicher Provenienz zu bereichern, die zum Teil bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und die heute noch einen wesentlichen Teil der Herdringer Musiksammlung ausmachen. Den musikgeschichtlich bedeutenderen Teil aber bildet eine größere Anzahl handschriftlicher Noten mit Instrumentalwerken vor allem aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Daneben verwahrt die Schlossbibliothek eine alte und wertvolle Musikaliensammlung des 18. Jahrhunderts aus dem Besitz des Freiherrn von Sonsfeld, die durch Erbschaft an das Haus Fürstenberg kam. Zu diesen Musikalien hat sich ein handschriftliches Notenverzeichnis mit dem Vermerk „Des Herren General Major Freÿ Herrn Von Sonsfeldt Musicalisches Cathallogium“ erhalten. Ein Faksimile ist im DMgA-Katalog der Sammlung enthalten (Jürgen Kindermann: Deutsches Musikgeschichtliches Archiv Kassel. Katalog der Filmsammlung. Die Musikalien der Biblioteca Fürstenbergiana zu Herdringen. Band IV / Nrn. 2–3. [= Heft 20/21] Bärenreiter-Verlag, Kassel u. a. 1987/88).

Die Bestände der Bibliotheca Fürstenbergiana sind zudem im RISM-OPAC erfasst. Sie wurden vollständig verfilmt und sind ausschließlich im DMgA einzusehen bzw. zu bestellen.

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Sammlung Schönborn-Wiesentheid

Die Notenbestände umfassen 149 Drucke und 498 Handschriften, insbesondere Kammermusik und Kirchenmusik vor allem des 18. Jahrhunderts. Weiteres aus Katalog ergänzen

Katalog zur Sammlung:
Fritz Zobeley: Die Musikalien der Grafen von Schönborn-Wiesentheid: thematisch-bibliographischer Katalog. T. 1: Das Repertoire des Grafen Rudolf Franz Erwein von Schönborn (1677 – 1754). Bd. 1: Drucke aus den Jahren 1676 bis 1738.
Tutzing (Hans Schneider) 1967.

Frohmut Dangel-Hofmann: Die Musikalien der Grafen von Schönborn-Wiesentheid: thematisch-bibliographischer Katalog. T. 1: Das Repertoire des Grafen Rudolf Franz Erwein von Schönborn (1677 – 1754). Bd. 2, Handschriften.
Tutzing (Hans Schneider) 1982.

Frohmut Dangel-Hofmann: Die Musikalien der Grafen von Schönborn-Wiesentheid: thematisch-bibliographischer Katalog. T. 3: Der Notennachlaß der Grafen Hugo Damian Erwein (1738 - 1817) und Franz Erwein (1776 – 1840). Drucke und Handschriften aus den Jahren 1768 bis ca. 1825.
Tutzing (Hans Schneider) 1992.

Im RISM-OPAC sind nur die Drucke der Sammlung erfasst.

Quellen der Sammlung Schönborn-Wiesentheid können im DMgA nur noch eingesehen, aber nicht bestellt werden.
Für Reproduktionsanfragen wenden Sie sich bitte an die Schönborner Schlossverwaltung (info[at]schoenborn.de).

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Sammlung Oettingen-Wallerstein

Die Oettingen-Wallerstein'sche Musiksammlung.
Saur, München. 3.819 Mikrofiches und 8 Registerfiches.

Die Mikrofiche-Sammlung enthält ca. 1.800 Musikhandschriften und ca. 570 Notendrucke vor allem der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus der Fürstlich Oettingen-Wallerstein'schen Bibliothek auf Schloss Harburg (D-HR). Der Großteil der Musikalien stammt aus der Residenz Wallerstein, wo sie vor allem bei der Hofmusik, aber auch in der Pfarrkirche benutzt wurden. Ein Großteil der Musikalien geht dabei auf die Hofkapelle Fürst Kraft Ernsts (reg. 1773–1802) zurück. Ein kleiner Teil der Musiksammlung stammt aus Klöstern, deren Besitz im Rahmen der Säkularisierung 1803 dem Haus Oettingen-Wallerstein zugeteilt wurde.
Der Bestand wurde 1980 vom Freistaat Bayern erworben und befindet sich heute in der Universitätsbibliothek Augsburg (D-As).

Katalog zu den Manuskripten der Sammlung:
Gertraut Haberkamp: Thematischer Katalog der Musikhandschriften der Fürstlich Oettingen-Wallerstein‘schen Bibliothek Schloß Harburg.
München (Henle) 1976 (= Kataloge bayerischer Musiksammlungen 3).

Die Bestände sind zudem im RISM-OPAC erfasst.

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Telemann-Sammlung, Staatsbibliothek zu Berlin

Musikhandschriften der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Teil 2: Die Georg-Philipp-Telemann-Sammlung.
Saur, München. 352 Mikrofiches in 3 Lieferungen.

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine der größten Handschriftensammlungen zum Werk Georg Philipp Telemanns (die andere befindet sich in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main). Sie umfassst ca. 140 Autographen und 360 Abschriften, Partituren sowohl, als auch Stimmenkonvolute; bei letzteren in vielen Fällen die originalen Aufführungsmateriale aus der Praxis des Komponisten selbst.

Lieferung 1:
Sie enthält die fast vollständige Sammlung der vorhandenen Musikautographe Telemanns (Signaturen: Mus. ms. autogr. G.P. Telemann 1–136). Die fehlenden Nummern 4 und 14–16 gehören zu Manuskripten die infolge der Auslagerung im Zweiten Weltkrieg heute in der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau (PL-Kj) aufbewahrt werden.
Weiterhin enthält die Lieferung Kopistenabschriften, die Telemanns Mitwirkung an Werken für die Hamburger Oper widerspiegeln und Stimmenkonvolute zu den Werken Telemanns (Signaturen: Mus. ms. 4074, 9050, 9052, 9057, 11481, 11498, 21695/10, 21695/15, 21695/20, 21695/30, 21695/35, 21695/110, 21695/115, 21698/15, 21700–21714, 21720, 21722–21725, 21728/1–3).

Lieferung 2:
Sie enthält die Kantaten-Abschriften Mus. ms. 21728/3 bis 21743/30. Sie umfassen im wesentlichen den Zeitraum in Hamburg zwischen 1723 und 1763. Häufig sind Textdrucke beigelegt, die damals den Kirchenbesuchern zum besseren Verständnis der Musik in die Hand gegeben wurden.

Lieferung 3:
Sie enthält den Rest der Abschriften aus dem Altbestand. Ab Mus. ms. 21783 schließt sich ein repräsentativer Querschnitt aus Telemanns instrumentalem Schaffen an. Bei den 30.000er-Signaturen mischen sich Werke Telemanns in meist zeitgenössischen Sammelhandschriften mit Kompositionen anderer Urheber. Weiterhin sind Handschriften unter anderem aus den Sammlungen Amalien-Bibliothek (Am. B.), Bibliothek Pretlack (N. Mus. BP), Mus. ms. autogr. Keiser und der Signaturengruppe N. Mus. ms. mit Neuerwerbungen zu Telemann nach 1945 enthalten.

Katalog zur Sammlung:
Joachim Jaenecke: Georg Philipp Telemann. Autographe und Abschriften.
München (Henle) 1993 (= Kataloge der Musikabteilung / Staatsbibliothek zu Berlin, Preussischer Kulturbesitz. Reihe 1 Handschriften, Band 7).

Die Handschriften sind zudem im RISM-OPAC erfasst.

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Sammlung der Sing-Akademie zu Berlin

Musikhandschriften der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Teil 6: Die Sammlung der Sing-Akademie zu Berlin.
Saur, München.

Die Notenarchiv der Sing-Akademie wurde 1943 ins damalige Niederschlesien ausgelagert, um sie vor einer kriegsbedingten Zerstörung zu bewahren. Es galt seit 1945 als verschollen und wurde 1999 in Kiew wiederentdeckt, wo sie im Archiv-Museum für Literatur und Kunst der Ukraine aufbewahrt wurde. 2001 kehrte das Archiv nach Berlin zurück; es wird als Depositum in der Staatsbibliothek zu Berlin (D-B) aufbewahrt.

Die Sammlung umfasst 5.150 Quellen, zum überwiegenden Teil Handschriften (Autographen und Abschriften) sowie etwa 800 Musikdrucke. Dieser ältere, aus Kiew zurückgekehrte Teil des Notenarchivs (die jüngeren Bestände verblieben in Berlin und sind in D-B als Bestand N.Mus. SA inventarisiert) geht insbesondere auf Sammlungsbestrebungen von Carl Friedrich Zelter zurück, der die Sing-Akademie zwischen 1800 und 1832 leitete.

Teil 1: Oratorien, Messen, Kantaten und andere geistliche Werke.
861 Mikrofiches.

Teil 2: Opern.
664 Mikrofiches.

Teil 3: Sinfonien, Konzerte und Ouvertüren.
333 Mikrofiches.

Teil 4: Kammermusik und Klaviermusik.
271 Mikrofiches.

Katalog zur Sammlung:
Axel Fischer und Matthias Kornemann (Hg.): The Archive of the Sing-Akademie zu Berlin. Catalogue / Das Archiv der Sing-Akademie zu Berlin. Katalog.
Berlin und New York (De Gruyter) 2010.

Die Bestände D-Bsa (als Depositum in D-B) sind zudem im RISM-OPAC erfasst.

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Manuskripte der Biblioteka Jagiellonska (olim Staatsbibliothek zu Berlin)

Um dem Verlust ihrer Bestände bei einer möglichen kriegsbedingten Zerstörung der Bibliothek vorzubeugen, begann die ehemalige Preußische Staatsbibliothek 1941 damit, sie aus Berlin an mehrere Orte des damaligen Deutschen Reiches, die vor Bombenangriffen sicher schienen, auszulagern. Mehrere Teile der ausgelagerten Bestände kehrten nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr an ihren ursprünglichen Standort zurück. Zum Teil gelten sie als verschollen, zum Teil werden sie heute in der Biblioteka Jagiellonska in Krakau aufbewahrt. Inhaltlich zusammengehörende Quellen wurden dadurch oftmals auseinandergerissen. Die Krakauer Bestände weisen auf die Provenienz aus der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek hin und haben die alten Signaturen beibehalten.

Das DMgA besitzt Verfilmungen folgender Musikhandschriften:

Berol. Mus. ms.

40013 - 40016 - 40027 - 40030 - 40031 - 40032 - 40033 - 40035 - 40038 - 40040 - 40042 - 40043 - 40044 - 40056 - 40060 - 40063 - 40065 - 40067 - 40076 - 40089 - 40092 - 40098

40110 - 40111 - 40112 - 40115 - 40129 - 40142 - 40143 - 40144 - 40147 - 40150 - 40151 - 40152 - 40153 - 40154 - 40159 - 40161 - 40167 - 40168 - 40169 - 40173 - 40175 - 40185 - 40192

40236 - 40262 - 40267 - 40272 - 40293

40301 - 40316 - 40317 - 40318 - 40333 - 40340 - 40345 - 40350 - 40361

40583 - 40591 - 40593 - 40598

40620 - 40622 - 40623 - 40624 - 40625 - 40626 - 40633 - 40634 - 40637 - 40638 - 40639 - 40641 - 40643

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Sparten "Das Erbe deutscher Musik"

Im Zusammenhang mit den Arbeiten für die Editionsreihe "Das Erbe deutscher Musik" sind in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Sparten entstanden. Sie werden teils im DMgA und teils bei der Regensburger Editionsleitung des "Erbes" aufbewahrt.

Die im Folgenden aufgeführten Übertragungen sind im DMgA sowohl im Original als auch auf Mikrofilm einsehbar:

Ahle, Johann Georg (1651–1706)
Unstrutische Clio / Calliope / Erato / Euterpe, oder musicalischer Mayenlust erster–vierdter und letzter Theil. Mühlhausen (J. Hüter) 1676/78.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser (nur die Musik).

Beer, Johann (1655–1700): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Birckenstock, Johann Adam (1687–1733)
Ausgewählte Werke. Vorgelegt von Christiane Bernsdorff-Engelbrecht.

  • Sonate a violino solo e violoncello ò basso continuo … opera prima, libro primo. Amsterdam (Roger und M. Charles Le Cene) s. a.
  • Sonate di camera … opera prima, libro secondo. Amsterdam (J. Roger) s. a.
  • XII Solos for a violon with a thorough bass for the harpsichord or bass violin … opera prima. London (J. Walsh) s. a..
  • Six sonatas for two violins, with a thorough bass for the harpsichord or bass violin … opera prima. London (D. Wright) s. a.
  • Sinfonia. 2 Violinen, 2 Oboen, 2 Corni da Caccia, Viola und Basso continuo. Nach den handschriftlichen Stimmen in Uppsala, Universitätsbibliothek.

Brade, William (1560–1630)
Newe außerlesene Paduanen und Galliarden mit 6 Stimmen … auff allen Musicalischen Instrumenten, und insonderheit auff Fiolen lieblich zu gebrauchen. Hamburg (M. Hering) 1614.
Vorgelegt von Harald Kümmerling.

Bronner, Georg (1666–1724): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Brückner, Heinrich Aloys (Mitte 17. Jh.): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Colerus: siehe Köhler

Dedekind, Constantin Christian (1628–1715)
Aelbianische Musen-Lust, in unterschiedlicher berühmter Poeten auserlesenen, mit ahnmuhtigen Melodeien beseelten, Lust- Ehren- Zucht und Tugend-Liedern bestehende. Erstes–Viertes Teil. Dresden (A. Meißner) 1657.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Doles, Johann Friedrich (1715–1797)
Matthäus-Passion (1753).
Vorgelegt von Volker Kalisch.

Eberlin, Daniel (um 1630–nach 1692): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Eccard, Johannes (1553–1611)
Werke. Vorgelegt von Christine Böcker.

  • 20 Neue Geistliche Gesänge (1574
  • 24 Neue deutsche Lieder (1578)
  • Neun einzelne Kompositionen

Erben, Balthasar (1626–1686): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Erlebach, Philipp Heinrich (1657–1714): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Farinelli, Jean Baptiste (1655–nach 1720), und Valoix
6 Suiten bzw. 12 Suiten aus den Handschriften Mus. 1221 und Mus. 1227 der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt.
Vorgelegt von Harald Kümmerling.

Forchheim, Johann Wilhelm (um 1635–1682): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Franck, Johann Wolfgang (um 1641–vor 1700): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Franck, Melchior (um 1580–1639)
Laudes Dei Vespertinae, Coburg (Andreas Forkel) 1622, 4 Teile mit insgesamt 33 deutschsprachigen Magnificat-Vertonungen.
Vorgelegt von Sr. Eva Maria Schenk (Anneliese Schenk) samt Zulassungsarbeit „Die deutschsprachigen Figuralmagnificats von Melchior Franck“, Stuttgart 1982.

Hammerschmidt, Andreas (1611–1675): siehe Rist, Johann

Haussmann, Valentin (gest. 1611/14)

  • Neue Intrade, mit 6 und 5 Stimmen auff Instrumenten, fürnemlich auff Fiolen lieblich zu gebrauchen. Nach disen sind etliche Englische Paduan und Galliarde anderer Composition zu finden. Nürnberg (P. Kauffmann) 1604. Vorgelegt von Harald Kümmerling.
  • Neue fünffstimmige Paduane und Galliarde, auff Instrumenten fürnemlich auff Fiolen lieblich zu gebrauchen. Nürnberg (P. Kauffmann)1604. Vorgelegt von Harald Kümmerling.

Werke in drei Teilen. Vorgelegt von Hartmut Braun.
Teil I: Weltliche deutsche Lieder

  • Extract auß Valentini Haußmanns Gerbipol. Fünff Theilen der Teutschen Weltlichen Lieder …, 44 fünfstimmige Lieder (RISM H 2393)
  • Der ander Theil deß Extracts …, 40 vierstimmige Lieder (RISM H 2395)

Teil II: Tanzsammlungen

  • Neue artige und liebliche Täntze zum theil mit Texten, daß man kan mit menschlicher Stimme zu Instrumenten singen, zum theil ohne Text gesetzt … (RISM H 2384).
  • Neue fünffstimmige Paduane und Gaillarde, auff Instrumenten, fürnemlich auff Fiolen lieblich zu gebrauchen. ( RISM H 2398)
  • Venusgarten: Darinnen Hundert Außerlesene gantz Liebliche mehrerntheils Polnische Täntze, unter welche ersten fünfftzige feine höfliche Amorosische Texte von ihme Haußmann gemacht und untergelegt seind, Die andern folgende aber ohne Text hinzugethan … ( RISM H 2391)

Teil III: Ãœbertragungen italienischer Kompositionen

  • Ausszug auss Lucae Marentii vier Theilen seiner Italianischen dreystimmigen Villanellen und Napolitanen ... mit Teutschen Texten gezieret …‚ 51 Nummern (RISM M 611).
  • Canzonette, mit dreyen Stimmen, Horatii Vecchi unnd Gemignani Capi Lupi, zuvor mit italianischen Texten, jetzo aber ... mit teutschen Texten beleget …, 34 Nummern (RISM 1606-13)
  • Johann-Jacobi Gastoldi und anderer Autorn Tricinia …‚ 47 Nummern (RISM 1607-25).Die erste Class der vierstimmigen Canzonetten Horatii Vecchi …‚ 28 Nummern (RISM 1610-19).

Jacobi, Michael (Mitte 17. Jh.): siehe Rist, Johann

Kemp, Martin: siehe Loewe (von Eisenach), Johann Jacob

Kittel, Caspar (Mitte 17. Jh.)
Arien und Cantaten mit 1. 2. 3. und 4. Stimmen, sambt beygefügtem Basso continuo … Operetta I. Dresden (Kittel) 1638.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser. Vgl. einige Titel bei Nauwach.

Köhler, Martin (Colerus, Martinus; um 1620–um 1703)
Sulamithische Seelenharmonie (1662), 12 geistliche Konzerte für Singstimme und Generalbass.
Vorgelegt von Reinhold Kubik.

Kortkamp, J.: siehe Rist, Johann

Löhner, Johann (1645–1705)
Keusche Liebs- und Tugend-Gedancken, in zwölff Arien mit einer Sing-Stimme und zwey Violinen verfasset. Mit Basso continuo. Nürnberg (Chr. Gerhard ) 1680.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Loewe (von Eisenach), Johann Jacob (1628–1703)

  • Zweyer gleichgesinnten Freunde Tugend- und Schertz-Lieder, auff die itzige neueste Art in die Sing- und Dichtkunst verfasset (Zusammen mit Julius Johannes Weiland). Bremen (J. Köhler) 1657. Vorgelegt von Albert Rodemann; unvollständig. 22 Nummern, jeweils Ritornello / Aria, 1-3 Singstimmen, 2 Violinen, Viola und Basso continuo.
  • Synfonien, Intraden, Gagliarden, Arien, Balletten, Couranten, Sarabanden. Mit 3 oder 5 Instrumenten. Bremen (J. Köhler) 1657/58. 12 Suiten und eine Synfonia; insgesamt 52 Nummern. Vorgelegt von Albert Rodemann.
  • Salanische Musen-Lust, Das ist: Zweyer gleich-gesinnten Freunde, Johann Jacob Löwens von Eisenach, und M. Martin Kempens, aus Preussen zu erfreulichem Schertz … dienende Lieder, mit singenden und klingenden Stimmen abgefasset (zusammen mit Martin Kemp). Mit Basso continuo. Jena (J. J. Bauhoffer ) 1665. Vorgelegt von Hans Joachim Moser; eine zweite Ãœbertragung von Albert Rodemann.
  • Neue Geistliche Concerten, mit 1. 2. 3. Stimmen zu singen und 2 Violinen sowie Basso continuo. Wolfenbüttel (Loewe) 1660. Vorgelegt von Albert Rodemann; unvollständig.
  • Sonaten, Canzonen und Capriccen a 2 Instrumentis. Cornettino e Violino; 2 Violini; Violino e Viola; 2 Cornettini o Violini; 2 Clarini; und Generalbass. Mühlhausen (F. Mohr) 1664. Insgesamt 17 Nummern. Vorgelegt von Albert Rodemann.
  • Einstimmige Neue Arien mit zweystimmigen Rittornellen über Johann Georg Braunens Weltliche Lieder. Erster und Anderer Teil. Nürnberg (J. Hofmann). Vorgelegt von Albert Rodemann; Ãœbertragung des verschollenen Exemplars der Deutschen Staatsbibliothek Berlin; es fehlen die Stimmen Violino II und Viola. Mit Generalbass.
  • Gustate et videte a 5: CCB, 2 Violini, Basso continuo. Nach der Tabulatur der Universitätsbibliothek Uppsala. Vorgelegt von Albert Rodemann.
  • Sonata a 4 (2 Violini, Viola, Violetta, Basso continuo), Sonata a 5 (2 Violini, Tenore, Violona, Basso continuo), Sonata a 6 (2 Violini, Viola, Viol di gamba, Violon, Basso continuo). Nach den Stimmen der Universitätsbibliothek Uppsala. Vorgelegt von Albert Rodemann.
  • Zwei Choräle: Das Licht so sich verborgen und Das Finsternis tritt ein. Aus dem Lüneburger Gesangbuch von 1686: Nr. 1874 und 1906. Vorgelegt von Albert Rodemann.

Mancinus, Thomas (1550–1611/12)
Ausgewählte Werke. Vorgelegt von Reinhold Kubik.

  • Cantio funebris „Si bona suscepimus“ a 5 (1585).
  • Epicedium „O domine, qui redigis hominem“ a 6 (1609).
  • Das erste Buch lustiger und höfflicher Lieder mit vier und fünf Stimmen (1588).
  • Duum vocum cantiuncularum (1597).

Meier, Peter (17. Jh.): siehe Rist, Johann

Möller, Johann (Ende 16.–Mitte 17. Jh.)

  • Neuwe Paduanen unnd darauff gehörige Galliarden von 5 Stimmen: sampt einem neuwen Quodlibet auff allerley Instrumenten füglich zu gebrauchen … Frankfurt a. M. (N. Stein) 1610. Vorgelegt von Harald Kümmerling. (In der Ãœbertragung fehlt die 5a vox, die aus der Pfarrbibliothek zu Gauernitz-Constappel ergänzt werden kann.)
  • Andere noch mehr Newe Paduanen und darauff gehörige Galliarden mit 5 Stimmen, sampt eins von 3 Stimmen, auff allerley Instrumenten füglich zu gebrauchen … Darmstadt (B. Hofmann) 1612. Vorgelegt von Harald Kümmerling. (In der Ãœbertragung fehlt die verschollene 5a vox.)

Nauwach, Johann (Anfang 17. Jh.)
Erster Theil Teutscher Villanellen mit 1, 2 und 3 Stimmen auf die Tiorba, Laute, Clavicymbel und andere Instrumenta gerichtet. Dresden ( G. Hoffmann) 1627. Mit Basso continuo.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Nucius, Johannes (um 1556–nach 1617)
Motetten aus den Drucken Cantionum sacrarum quinque et sex vocum, Liber I et II, Liegnitz 1609 (die nicht in Band 5 der Sonderreihe des „Erbes deutscher Musik“ erschienen sind).
Vorgelegt von Jürgen Kindermann.

Oesterreich, Georg (1664–um 1735): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Otto, Valerius (frühes 17. Jh.)

  • Newe Paduanen, Galliarden, Intraden und Currenten. Nach Englischer und Frantzösischer Art. Leipzig (Abraham Lamberg) 1611. Ãœbertragung der einzig erhaltenen beiden Mittelstimmen, Alt und Tenor, von Harald Kümmerling. 64 Nummern.
  • Magnificat 7. Toni a 4. Vorgelegt von Harald Kümmerling.

Palladius, David (spätes 16. Jh.)
Cantiones nuptiales (1590).
Vorgelegt von Reinhold Kubik.

Pape, Hinrich (Mitte 17. Jh.): siehe Rist, Johann

Pfleger, Augustin (ca. 1635–ca. 1690)
Geistliche Konzerte. Universitätsbibliothek Uppsala, Ms. 73, 74 und 85.
Übertragen von verschiedenen Studenten, aus dem Nachlass von Fritz Stein, bearbeitet von Walter Teschendorff. Nicht in den Bänden 50 und 64 des „Erbes deutscher Musik“.

Pohle, David (1624–1695): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Praetorius, Bartholomäus (frühes 17. Jh.)
Newe Liebliche Paduanen und Galliarden mit 5 Stimmen … auff allen Musicalischen Instrumenten; Insonderheit aber auff Viola di Gamba und Viola di Braccia, artlich zu gebrauchen … Berlin (G. Runge) 1616.
Vorgelegt von Harald Kümmerling. (In der Übertragung fehlt der verschollene Bassus.)

Rist, Johann (1607–1667; siehe auch: Schop, Johann)
Neuer Himlischer Lieder Sonderbahres Buch … welche so wol auf bekante … alß auf gantz neue und von … hochberühmten Meistern … wolgesetzte Melodeien können gesungen und gespielet werden … hervorgegeben von Johann Rist. Erster Theil: Nrn. 1, 4, 5, 9 und 10 von Sigmund Gottlieb Staden. Anderer Theil: Nrn. 1, 3, 4 und 10 von Andreas Hammerschmidt. Dritter Theil: Nr. 1 von Hinrich Pape, 3 und 4 von Peter Meier, Nr. 8 von Michael Jacobi, Nr. 10 von J. Kortkamp . Vierter Theil: Nrn. 1, 3, 5, 9 und 10 von Jakob Schultze. Fünffter und letzter Theil: Nrn. 1, 3, 5 und 8 von Heinrich Scheidemann. Lüneburg (J. und H. Sternen) 1651.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Rosenmüller, Johann (1619–1684): siehe auch „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Studenten-Music, darinnen zu befinden allerhand Sachen mit drey und fünff Violen, oder auch andern Instrumenten zu spielen. Leipzig (Rosenmüller und H. Grossens Erben) 1654.
Vorgelegt von Fred Hamel und Albert Rodemann.

Salier, Leonhard (um 1639–um 1700): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Scheidemann, Heinrich (um 1596–1663): siehe Rist, Johann

Schildt, Melchior (1593–1667): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Schop, Johann (um 1590–1667)
Johann Risten Himlische Lieder, mit sehr lieblichen und anmuhtigen … Melodeien, nunmehr aufs neue widrum übersehen … Erster Theil: Nrn. 1 und 8. Ander Theil: Nrn. 1 und 7. Dritter Theil: Nrn. 3, 6 und 10. Vierdter Theil: Nrn. 2 und 8. Fünffter und letzter Theil: Nrn. 2, 7, 9 und 10. Lüneburg (J. und H. Sternen) 1652.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Schultz, Johann (gest. 1653)
Viertzig Neuwe Außerlesene Schöne, Liebliche Paduanen, Intraden, und Galliard mit 4 Stimmen, benebenst zwochorigen Passametzen mit 8 Stimmen ... Hamburg (H. Carstens) 1617.
Vorgelegt von Harald Kümmerling.

Schultze, Jakob (1. Hälfte 17. Jh.): siehe Rist, Johann

Selle, Thomas (1599–1663): siehe auch „Sammlungen, Anonyma und Varia“

  • Sabbahtische Seelenlust, Daß ist: Lehr-, Trost-, Vermahnung- und Warnungsreiche Lieder über alle Sontägliche Evangelien deß gantzen Jahres, welche so wol auf bekante … als auch gantz Neue vom … Sellio … wolgesetzete Melodeien können gesungen und gespielet werden … herausgegeben von Johann Rist. Lüneburg (Sternen) 1651. Vorgelegt von Hans Joachim Moser.
  • Erster Teil Deutscher Geistlicher Concerten, Madrigalien und Motetten, mit 3–14 und 16 Stimmen, zum Basso Continuo vor die Orgel, Regal, Clavicymbel, Spinet, Theorben und Lauten zu 1–4 Chören und allerhand Musicalischen besaiteten und blasenden Instrumenten und Menschen-Stimmen; auch Trombetten etc. in Kirchen und sonsten zu gebrauchen. Vorgelegt von Karin Andrae.
  • Concertuum Latino-Sacrorum II, IV & V. vocibus ad Bassum Continuum concinendorum Liber primus (1646). Vorgelegt von Karin Andrae.

Staden, Sigmund Gottlieb (1607–1655): siehe Rist, Johann

Stieler, Caspar (Mitte 17.Jh.)
Die geharnischte Venus (Hamburg 1660). 70 Melodien für eine Singstimme und Generalbass.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Strattner, Georg Christoph (um 1645–1704): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Strunck, Nikolaus Adam (1640–1700): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Strutius, G. Thomas (gest. 1678): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Theile, Johann (1646–1724): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Utrecht, Heinrich (frühes 17. Jh.)
Parnassi Musici Terpsichore hoc est paduana, galliarda, alemanda, intrada, mascherade, aria, couranta, volta, 5 voc. cum basso generali … Wolfenbüttel (Utrecht) 1624.
Vorgelegt von Harald Kümmerling.

Valoix: siehe Farinelli, Jean Baptiste

Voigtländer, Gabriel (um 1596–1643)
Erster Theil Allerhand Oden unnd Lieder, welche auff allerley als Italienische, Frantzösische, Englische und anderer Teutschen guten Componisten Melodien bey Clavi Cimbalen, Lauten, Tiorben, Pandorn, Violen di Gamba … zu gebrauchen und zu singen … Sohra (H. Kruse) 1642.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Weber, Georg (Succentor an der Domkirche zu Magdeburg, 17. Jh.)
Sieben Theile Wohlriechender Lebens-Früchte … in 1, 2, 3, 4, 5 Stimmen zu singen; mit etlich beygefügten Sinfonien zu 2 Violinen und dem B.C. … Königsberg (J. Andree) 1648/49.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

Weiland, Julius (gest. 1663): siehe „Sammlungen, Anonyma und Varia“

Weiland, Julius Johannes: siehe Loewe (von Eisenach), Johann Jacob


Sammlungen, Anonyma und Varia

Geistliche Konzerte aus der Zeit um 1660 bis 1700.
Vorgelegt von Hans Joachim Moser.
Erster Teil. Geistliche Chorkonzerte:

  • Johann Rosenmüller (um 1620–1684): Lauda Jerusalem
  • Johann Wolfgang Franck (um 1641–vor 1700): Ich habe Lust abzuscheiden
  • Georg Oesterreich (1664–um 1735): Selig sind die Toten
  • Nikolaus Adam Strungk (1640–1700): Siehe, meine Freundin
  • Georg Oesterreich (1664–um 1735): Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht
  • Georg Bronner (1666–1724): Nun lob, mein Seel, den Herren
  • Johann Wilhelm Forchheim (um 1635–1682): Lobe den Herrn, meine Seele
  • Philipp Heinrich Erlebach (1657–1714): Die mit Tränen säen
  • Heinrich Aloys Brückner (Mitte 17. Jh.): O grande mysterium
  • Johann Theile (1646–1724): Daran ist erschienen die Liebe Gottes
  • Balthasar Erben (1626–1686): Peccavi super numerum arena maris

Zweiter Teil. Geistliche Solokonzerte für ein bis drei Stimmen und Instrumente:

  • Daniel Eberlin (um 1630–nach 1692): Ich will in aller Not
  • Leonhard Sailer (um 1630–um 1700): Vertere in luctum Cythara
  • Johann Beer (1655–1700): Venite ad me omnes
  • Georg Christoph Strattner (um 1645–1704): Herr, wie lange willst Du mein so gar vergessen?
  • G. Thomas Strutius (gest. 1678): Resonet in laudibus
  • Johann Theile (1646–1724): Ach, daß ich hören sollte
  • David Pohle (1624–1695): Wie der Hirsch schreiet
  • Melchior Schildt (1593–1667): Ach mein herzliebes Jesulein
  • Thomas Selle (1599–1663): Sic deus dilexit mundum
  • Julius Weiland (gest. 1663): Wer wälzet uns den Stein von des Grabes Tür?

Anonym
Mucken-Netz oder Gemüts-Erfrischung … durch etliche fröliche Gesänglein mit eignen Melodeyen und Arien … angestimmet. Erster Theil. Dazu im Anhang: Bart-Streit in drey Theil… Salzburg (J. B. Mayr) 1694/95. Für Singstimme und Generalbass. Vorgelegt von Hans Joachim Moser.

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